AGSTG Demonstranten

Die Motion Aebischer

Tiere sind keine Waren – Speziesismus beenden

Die Politik geht im Tierschutz noch lange nicht so weit wie sie könnte.

Ein Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte – bald Realität in der Schweiz? Wenn es nach Matthias Aebischer von der SP (BE) geht schon. Der Sozialdemokrat reichte am 10.09.2015 im Nationalrat eine entsprechende Motion ein. Am 7.06.2017 wurde sie von diesem angenommen (97 zu 77 Stimmen bei 17 Enthaltungen). Dies war die erste Hürde und das, obwohl der Bundesrat im November 2015 eine Ablehnung der Motion beantragte. Grund dafür ist, dass er der Ansicht sei, dass ein generelles Importverbot der Problematik nicht gerecht werden würde. Dass es ein Problem gibt, sieht er jedoch und verurteilt die tierquälerischen Praktiken. Eine reine Verurteilung hilft jedoch den Tieren nicht und auch das Tierschutzgesetz in der Schweiz bringt kaum etwas, wenn man dieses durch Import umgehen kann.
Dieser Motion vorangegangen sind schon andere Motionen, die tierquälerisch erzeugten Produkten nicht mehr die Einfuhr über die Grenze in die Schweiz erlauben. Erfolgreiche Beispiele sind  «tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte» (14.4286) und «Robbenprodukte» (11.3635).

Es ist an der Zeit, dass der schweizerische Tierschutzstandard allgemein angewandt und durchgesetzt wird. Bei der Umsetzung müssen die internationalen Verpflichtungen berücksichtigt werden. Das stellt eine Herausforderung dar, ist jedoch durch Massnahmen wie Kontrollen und Deklarationspflicht realisierbar. Es ist eine Doppelmoral vorhanden, wenn man Produkte, durch in der Schweiz nicht erlaubten Praktiken hergestellt, einfach importieren kann.

Wenn Sie die Motion unterstützen möchten, finden Sie hier weitere Informationen:
http://www.swissveg.ch/motion_aebischer

 

 

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