Fast ein Mensch.
Aber am Ende doch nur ein Versuchsobjekt. 

Affen haben ein ausgeprägtes Sozialleben sowie komplexe intellektuelle und emotionale Fähigkeiten. Sie sind uns Menschen in Bewusstsein und Fähigkeiten sehr ähnlich, sie haben ein Selbstbewusstsein, empfinden Mitgefühl und befassen sich sogar mit Zukunftsplanung.

Mutter und Kind geniessen den Augenblick. (Foto: www.fotolia.de)Affen empfinden Leid und Trauer, Schmerz und Freude, Stress und Glück, Angst und Gefangenschaft praktisch wie wir Menschen.
Aus diesen Gründen sind sie sehr beliebte Forschungsobjekte für Tierversuche.

Dürfen wir Affen deshalb einfach zu Forschungsobjekten degradieren?

Schon alleine die Tatsache, dass sie fühlen und empfinden können wie wir, muss uns diese Frage verbieten.
Aber auch vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen ist dies gefährlich. Denn trotz der Ähnlichkeit verhalten sich diese kleinen Unterschiede in Tests oft so gravierend, dass
eine Übertragung der Ergebnisse vom Affen auf den Menschen reine Spekulation ist.

Die Ergebnisse aus Tierversuchen können nicht auf den Menschen übertragen werden!

Dasselbe Gift, derselbe Eingriff kann zu völlig anderen Resultaten führen. Ergebnisse aus Tierversuchen sind reine Glückssache und haben mit seriöser Wissenschaft nicht viel
zu tun.

Tatort: Forschungslabore der Universitäten Zürich, Basel und Freiburg, 2007

Die Affen sind in kleine Stahlkäfige gesperrt. Manche Affen schreien lauthals ihre Hilflosigkeit aus der Kehle, andere verbeissensich stereotyp in den Käfigen, wieder andere liegen
scheinbar nur noch auf den Tod wartend apathisch in ihren dunklen, kalten Gefängnissen.

Manchmal wird ihnen ein Spielzeug in den Käfig geworfen – die einzige Abwechslung ausser den Experimenten, die diese Tiere oft jahrelang ertragen müssen.

Manchmal kommt ein Forscher vorbei. Die Tiere sind völlig verängstigt. «Bitte nicht schon wieder!», versuchen die Affen dem Forscher zuzurufen. Doch dessen Ohren sind taub.
Von Neugier und Ruhm getrieben, vielleicht sogar wirklich im Glauben, dass diese Experimente für die Menschen von Nutzen sein könnten, greift er zu seinen Folterinstrumenten.

Keine der Versuche, die in der Schweiz mit Affen durchgeführt werden, sind gesetzlich vorgeschrieben.
Es handelt sich bei allen Tierversuchen mit Affen um Grundlagenforschungen
wie im folgenden Beispiel.

Tatort: ETH Zürich, 2005

Affenbabys wurden gleich nach der Geburt jeden Tag für 30 Minuten bis 2 Stunden von ihren Müttern getrennt und isoliert gehalten. Danach wurden die Babys wieder der Mutter
zurückgegeben. Kaum hatten sie sich wieder etwas beruhigt, wurden sie wieder zurück in die Einzelzellen gesteckt.
Die Affenbabys wurden so bewusst in ständige Angst versetzt. Anhand der Verhaltensstörungen sowie der körperlichen Stresssymptome sollten dann Verhaltensänderungen ähnlich der Depression erforscht werden.

Nachdem diese Versuche publik wurden, was sehr selten vorkommt, da Tierversuche immer im Geheimen stattfinden, wurden die Versuche unter anhaltender Kritik eingestellt.

Tatort: Covance Münster, 2003

Mutter und Kind - die Lebensfreude ist erloschen. Covance Münster, 2003 Foto: R&D / BUAVIm Dezember 2003 brachte ein Undercover-Aktivist Videoaufnahmen aus dem Tierversuchslabor Covance, einem der grössten Auftragslabore Europas, an die Öffentlichkeit. Die Aufnahmen zeigen, wie Affen auf grausame Weise in kleinen
Metallkäfigen gehalten und vom Personal auf die brutalste Weise misshandelt werden. Tag für Tag Leid ohne Ende.

Bei Covance sterben so jedes Jahr rund 1000 Affen für die Pharma- und Chemieindustrie.

Zu den Kunden zählen zahlreiche Firmen aus der Schweiz.


Tatort: London, 2006

In einer ersten Phase der klinischen Studien wurde an sechs freiwilligen Probanden ein Medikamententest durchgeführt.
Innerhalb von Minuten nach Einnahme des Medikaments brachen die Versuchspersonen zusammen, krümmten sich vor Schmerzen, mussten sich immer wieder übergeben und
schrien verzweifelt aufgrund akuter Atemnot. Alle Probanden mussten auf die Intensivstation gebracht werden, zwei von ihnen schwebten lange Zeit in Lebensgefahr.

Die vernichtende Diagnose: multiples Organversagen.
Der Gesundheitszustand der Probanden hat sich nach langer Zeit verbessert, aber sie werden bleibende, gravierende gesundheitliche Schäden davontragen.

Was war passiert?
Das Medikament löste vollkommen unerwartete Reaktionen aus, obwohl es zuvor in Tierversuchen ausführlich an Affen und Kaninchen getestet und als «ungefährlich» eingestuft
worden war.
Dies ist kein Einzelfall:

Die Mehrheit der Medikamente, die es bis in die klinische Testphase schaffen, kommen infolge zu starker Nebenwirkungen nie auf den Markt.

 

Im Dienste der Menschheit?

Um Elektroden ins Hirn einzuführen, wurde diesem Affen eine Kammer in den Schädel geschraubt. (Foto: Israeli Society for the Abolition of Vivisection)Jedes Jahr sterben in den Folterkellern der Forschungslabore Zehntausende von Affen. Und wozu? Die Antwort der Forscher lautet stereotyp: «Dieses Experiment ist die Hoffnung von Millionen von Menschen.» Auf den ersten Blick ein ehrenhaftes Argument. Jedoch bei genauerer Betrachtung ein weiterer üblicher Versuch, ihre Experimente als notwendig zu legitimieren.

 

Mehrere Hundert Millionen Tiere wurden schon in Tierexperimenten getötet.

Sind die uns von den Vivisektoren (Tierversuchsexperimentatoren) gemachten Hoffnungen denn eingetroffen?
Schlagzeilen wie: «Die Heilung von Krebs steht kurz bevor» oder «Herzinfarkte gehören bald der Vergangenheit an» geistern schon seit über 100 Jahren durch die Medienlandschaft.

Ein Blick in die aktuelle Sterbestatistik zeigt jedoch, dass genau diese so genannten Zivilisationskrankheiten, für die uns schon seit Jahrzehnten Heilung versprochen wird,
immer noch Spitzenreiter und sogar weiter am Zunehmen sind.
Wo bleiben also die versprochenen Erfolge?

Dieses ständige Spiel mit den Hoffnungen kranker Menschen ist ein Verbrechen!

Die Krankheiten erforschende Medizin hat sich sicher weiterentwickelt!
Jedoch weiss man heute, dass diese Erfolge zum grössten Teil auf epidemiologischen Studien, In-vitro-Methoden mit menschlichen Zellkulturen, Computersimulationen und präventiven Massnahmen beruhen.
Medizinischer Fortschritt ist wichtig, aber Tierversuche sind der falsche Weg!

 

Wir fordern endlich ein Verbot für diese grausamen Versuche an unseren Nächsten!
Affenversuche müssen per Gesetz verboten werden!