Novartis - Wir sind die Guten! - Wir retten Leben!

Novartis- Wir sind die Guten! - Wir retten Leben!

Am Weltwirtschaftsforum (WEF) 2007 in Davos wurde Novartis mit dem Preis für eine besonders menschenverachtende Firmenpolitik ausgezeichnet. Aktuell ging es um einen Fall, bei dem der Basler Pharmakonzern mit Patentklagen versuchte, in Indien und anderen Entwicklungsländern den Zugang zu bezahlbaren Generika einzuschränken. Dies war nicht der erste Fall, wo finanzielle Interessen über dem Grundrecht zum Zugang zu überlebenswichtigen Medikamenten stehen. Novartis und andere Pharmakonzerne haben schon mehrmals Staaten verklagt, die versuchen, überlebenswichtige Medikamente ihrer Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Wie viele Hunderttausende (?) Menschen diese Politik bereits das Leben gekostet hat, lässt sich nur erahnen.

Rückblick Patentrechtsfall Südafrika: Im Jahr 2000 starben in Südafrika 250 000 Menschen an AIDS. Die Mehrheit der südafrikanischen Bevölkerung kann sich wegen der hohen Medikamentenpreise keine Behandlung leisten. Dasselbe gilt auch für andere in Südafrika weit verbreitete Krankheiten. Da die südafrikanische Regierung zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung ihr Patentrecht anpasste, erhoben im Jahr 1998 39 Pharmafirmen und -gruppen (darunter die beiden Schweizer Unternehmen Roche und Novartis) vor dem Obersten Gerichtshof von Pretoria Klage gegen die südafrikanische Regierung. Mit ihren Forderungen wollten sie verhindern, dass Hunderttausende Menschen Zugang zu für sie überlebenswichtigen Medikamenten erhalten (ausser wenn sie diese bezahlen können).
Glücklicherweise wurden diese Klagen abgewiesen.

Im aktuellen Fall in Indien ging es im Speziellen um ein Generikum zum Novartis-Medikament Glivec, das für Zehntausende (oder gar Hunderttausende?) Menschen, die an chronischer Leukämie (Blutkrebs) erkrankt sind, überlebenswichtig ist.
Zum Vergleich: Mit dem lebensrettenden Generikum konnten die Behandlungskosten von 10 000 $ auf weniger als 140 $ pro Jahr und Patient gesenkt werden.
Das indische Patentrecht schützt neue innovative Medikamente. Aber es erteilt nur ein Patent auf Medikamente mit neuen Wirkstoffen. Bereits bekannte Medikamente, die z.B. nur einen neuen Namen und eine neue Verpackung erhalten haben, bekommen keinen erneuten Patentschutz. Somit beinhaltet das indische Gesetz eine korrekte und wegweisende Vorschrift gegen die missbräuchliche Patentierung bereits bekannter Wirkstoffe ohne verbesserte Wirksamkeit. Dieses Gesetz ist Novartis ein Dorn im Auge, und Novartis begann die indische Gesetzgebung zu verklagen.
Doch das indische Gericht liess sich nicht einschüchtern. Es schmetterte 2007 die Klage von Novartis ab und setzte somit ein Zeichen, dass das Leben von Zehntausenden Patienten über finanziellen Interessen stehen müsse.

In einem offenen Brief baten daraufhin 52 Organisationen und unzählige Menschen aus allen Kontinenten Daniel Vasella, den Präsidenten und CEO von Novartis, zugunsten der öffentlichen Gesundheit auf das weitere gerichtliche Vorgehen zu verzichten. Jedoch auch diese Bitten zeigten keine Wirkung. Novartis prozessierte weiter gegen Indien. Glücklicherweise hat inzwischen auch die Rekursinstanz das Überleben und Leiden von Zehntausenden Menschen über die finanziellen Interessen von Novartis gestellt und die Ablehnung des Patents auf Glivec bestätigt.
 
Es geht Novartis nicht nur um Glivec, sondern generell um den Zugang von Patienten zu überlebenswichtigen Medikamenten.
Um das eigene Image zu beschönigen, spielt Novartis manchmal Wohltäter und verteilt Gratis-Packungen von wichtigen Medikamenten. Diese PR-Aktionen greifen dann unkritische und bezahlte Medien auf und rücken die Politik von Novartis in ein positives Licht. Doch diese Gratis-Packungen erhalten nur sehr wenige Menschen.

Grundsätzlich gilt: Wer sich die teuren Medikamente nicht leisten kann, soll sie auch nicht erhalten.

Dazu urteilte das in den USA ansässige ICCR (Interdisciplinary Centre for Comparative Research in the Social Sciences): «Novartis’ juristische Winkelzüge treffen nicht nur einige Tausende indischer Patienten, die von Glivec abhängig sind, sondern auch Millionen Menschen, die nur dank der indischen Generika-Medikamente, z.B. gegen AIDS, überleben können.»

Auch Dr. Rolf Marti, Leiter wissenschaftliches Sekretariat der Krebsliga Schweiz, betonte in einem Interview mit der Erklärung von Bern: «Unser Ziel ist es, dass alle Betroffenen Zugang zu den wirkungsvollsten Krebsmedikamenten haben, und zwar zu erschwinglichen, sozialverträglichen Preisen. Das Vorgehen von Novartis im Fall von Glivec in Indien zielt in die entgegengesetzte Richtung.»

Der EvB-Pharmaexperte (Erklärung von Bern) Julien Reinhard unterstrich: «Die von Novartis in Indien angestrengte Klage geht weit über den Fall des Krebsmittels Glivec® hinaus, da sie die völkerrechtlich anerkannten Massnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit infrage stellt.»

Andreas Item

Weitere Infos dazu finden Sie unter:
http://www.evb.ch/de/f25000086.html?action=search&opt=simple&search_text=novartis&go=suchen
 
Tier-Asyl Hübeli - Eine Arche für die Tiere

Tier-Asyl Hübeli - Eine Arche für die Tiere

Eine Begegnungsstätte von Mensch, Tier und Pflanzenwelt in traumhaft gediegener Natur – und wie diese Arche entstanden ist.

Meine überaus grosse Tierliebe seit meiner frühen Kindheit und meine Fähigkeit, mit diesen unseren Mitgeschöpfen in nähere Kommunikation zu treten, haben dazu geführt, dass ich im Jahre 1985 auf einen ehemaligen Bauernhof gezogen war. Mein Traum verwirklichte sich damals: Endlich hatte ich genügend Platz, um ausgestossene, ungewollte und zum Tode verurteilte Tiere aufzunehmen. Ich siedelte mich dort an zusammen mit einem Pferd, einem Esel, einem Hund und zwei Katzen, und schon sehr schnell vermehrte sich diese Tierschar. Auf diesem alten Hof lebten viele verwilderte Katzen, welche ich natürlich adoptierte und von nun an betreute. Immer wieder gab es viel Erfreuliches zu erleben mit der Vielzahl meiner geretteten Tiere, aber auch unzählige traurige Storys gab es zu verkraften.
Wenn ich so zurückdenke, habe ich manchen seelischen und körperlichen Schmerz meiner Lieblinge mitgetragen und Hunderte von Tieren auf ihrem Weg über die «Regenbogenbrücke» begleitet.

Genau 10 Jahre lang durfte die stattliche Tierschar zusammen mit mir ein friedliches Zuhause teilen. Dann passierte die immense Katastrophe. In einer eisigen Januarnacht im Jahre 1995 brannte unser Bauernhof total nieder und Mensch und Tier verloren alles, auch das Dach über dem Kopf. Die meisten Tiere konnten knapp ihre Behausungen verlassen. Den Hund Silver jedoch und die Katze Caramba konnten wir leider nicht retten, sie wurden Opfer der Flammen.

Lollipop, ein grösser geratenes Minipig
Lollipop, ein grösser geratenes Minipig

Coco, das Clown-Eselein vom Hübeli

Coco, das Clown-Eselein vom Hübeli


Und wie wird es nun weitergehen?

Dies war die grosse Frage!
Eine Weile lang haben wir wirklich die Hölle durchlebt! Für mich war es klar, ich würde mit allen Kräften kämpfen ums Überleben mit all den mir Anvertrauten. Da stiess ich nicht gerade auf hilfsbereites Verständnis von Seiten des Bekannten- und Verwandtenkreises wie auch nicht bei Nachbarn, Gemeinde etc. Aber allem zum Trotz campierte ich für einige Zeit neben der Brandstätte zusammen mit Hunden und Katzen. Für die Grosstiere wurden einige Stallruinen als Provisorium mit Zeltblachen zugedeckt. Später fanden wir eine vorübergehende Wohnmöglichkeit für uns alle, von wo aus ich wieder einen festen Wohnort suchte.

Natale und Silvestro auf ihrem Lieblingsplatz
Natale und Silvestro auf ihrem Lieblingsplatz


Endlich wieder ein richtiges Zuhause

Ricky und Senta sind unzertrennlich
Ricky und Senta sind unzertrennlich
Zwei Jahre später war es so weit. Ich bin sicher, die Engel haben mich zu diesem hübschen Fleckchen Erde in den Hügeln des Napfs geführt, wo ich meine Arche wieder einrichten durfte. Wir fanden hier ein ideales Haus mit genügend Stallungen und viel Weideland. Wie spitzten doch all meine tierischen Freunde ihre Öhrchen, als ich ihnen verriet, dass wir nun bald an einem herrlichen Ort einziehen dürfen. Nach und nach vermehrte sich auch meine Tierschar aufs Neue. Viele Ausgestossene fanden bei uns wieder eine Bleibe und dürfen bei uns einen wunderschönen Lebensabend verbringen. Denn natürlich begleitet uns wie eh und je immer wieder auch das Abschiednehmen von geliebten Bewohnern unserer Arche.

Sisco wohnt seit 10 Jahren im Hübeli
Sisco wohnt seit 10 Jahren im Hübeli
In unserer Tierherberge betreuen wir stets so um die 100 Tiere verschiedener Arten, d.h. Hühner, Gänse, Kaninchen, Hunde und Katzen sowie auch Grosstiere wie Pferde, Ponys, Esel, Schweinchen, Ziegen und Schafe. Der Überlebenskampf ist nach wie vor gewaltig. Jedes dieser Tiere braucht genug zu essen, warme Einstreu im Stall und medizinische Betreuung. Natürlich sind alle unsere Tiere kastriert, da jede Vermehrung in einem Tier-Asyl sinnlos wäre.

Immer wieder bin ich gezwungen, an die Öffentlichkeit zu treten und um Spenden zu bitten, damit der Gnadenhof Hübeli weiterhin bestehen darf. Natürlich drückt auch heute noch eine Schuldenlast, nachdem so manches wieder ersetzt und neu installiert werden musste hier im neuen Heim, wo wir uns doch wieder sehr geborgen fühlen dürfen.

Deshalb an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die für uns ein offenes Ohr und Herz haben und uns immer wieder helfen, den Überlebenskampf zu meistern.


Ein paar unserer nun glücklichen Hühner
Ein paar unserer nun glücklichen Hühner
Was mich stets sehr traurig stimmt ist die Tatsache, dass das Tierleid endlos ist. Tagtäglich habe ich Anfragen aus unserer Gesellschaft, die ihr Tier «entsorgen» wollen. Leider ist bei uns meistens jedes Plätzchen belegt, und ich muss immer wieder Absagen erteilen. Dies führt mich letztlich immer zum Zitat vom grossen Tier- und Naturschützer Michael Aufhauser von Gut Aiderbichl: «Auch wenn es uns gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst wenn es uns gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: Uns!»
Beherzigen wir diese Gedanken und fangen wir heute damit an.




Bitte unterstützen Sie dieses Tierschutz-Projekt

Kontakt sowie Weitere Infos erhalten Sie unter:
Rita Tubbs
Tier-Asyl Hübeli
Hinder-Näspel
6133 Hergiswil bei Willisau
Tel.: 041 979 18 11

Postkonto: 30-321124-9

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www.tierhuebeli.ch


 

MM der AG STG: Prof. Eric Rouiller - Ein zu Unrecht von Tierschützern kritisierter Kämpfer für Querschnittsgelähmte?
Medienmitteilung der AG STG - Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner - www.agstg.ch

Prof. Eric Rouiller –
Ein zu Unrecht von Tierschützern kritisierter Kämpfer für Querschnittsgelähmte?

21. September 2009

Bonaduz (ots) Prof. Eric Rouiller führt seit Jahren von vielen Tierschützern als grausam bezeichnete Tierversuche vor allem an Affen durch. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Querschnittslähmungen. Die Tierversuche  rechtfertigt Rouiller mit vermeintlich wichtigen Erkenntnissen für die Behandlung von Menschen.

Beispiele der aktuellen Forschung von Prof. Rouiller:

Beispiel 1:
Bei zahlreichen Rhesus- und Javaneraffen, die hierfür zum Teil extra aus Frankreich importiert wurden, wurde durch Rouillers Team das Halsrückenmark teilweise durchtrennt, um so künstliche Lähmungen hervorzurufen. Anschliessend wurde ein Antikörper mit dem Namen Nogo A gespritzt. Dann müssen die Affen stupide Kügelchen aus Öffnungen nehmen. [1] Daraus schliesst Rouiller, ob damit Querschnittslähmungen an Menschen geheilt werden können, obwohl:
  • sich bei Affen die Lähmungen im Gegensatz zu Menschen selbst zurückbilden können, was Rouiller sogar selbst berichtet.
  • Menschen durch Unfälle querschnittsgelähmt werden und sich diese Verletzungsmuster grundlegend von denen durch chirurgische Rückenmarkdurchtrennung wie bei Rouillers Tierversuchen unterschieden, was Rouiller ebenfalls selbst festgehalten hat. [2]
Beispiel 2:
Rouillers Team injiziert Makaken-Affen mehrere Markierungsstoffe mit Hochdruck ins Gehirn, darunter Farbstoffe und das Gift der Cholerabakterien. Nach der Tötung der erwachsenen Affen untersucht er deren Gehirn mikroskopisch um die Ausbreitung der Markierungsstoffe zu ermitteln. [3,4] Das Ergebnis: Die beiden Grosshirnhälften stehen in Verbindung miteinander durch den sogenannten Balken – eine schon längst bekannte Tatsache.

Sind Tierversuche auf Menschen übertragbar?

Rouiller stellt sich die Frage wie (un-)sinnig seine Tierversuche sind in einer seiner wissenschaftlichen Publikationen und gibt zu, dass diese erhebliche methodische/medizinische Schwierigkeiten aufweisen bezüglich der Übertragbarkeit auf Menschen. [2]

Sind Versuche an Affen, die Menschen in bis zu 99% genetisch identisch sind, übertragbar?

AIDS ist eine Krankheit, die für Millionen Menschen weltweit Leid und Tod bedeutet. In Tierversuchen waren mehr als 130 Untersuchungen von Impfstoffen zur Verhinderung einer Ansteckung oder Therapie wirksam, darunter auch an Schimpansen, die uns Menschen genetisch zu rund 99% gleich sind. [5] Diese Impfstoffe wurden anschliessend an Tausenden von Menschen getestet. Kein einziger dieser Impfstoffe war bei Menschen erfolgreich. [6] Damit wurden zwei Jahrzehnte Zeit und Millionen Forschungsgelder verschwendet während Tausende Menschen an der AIDS-Erkrankung starben und andere neu infizierten.

Sind Tierversuche notwendig, um die Sicherheit von Medikamenten zu erproben?

Der Fall Thalidomid, besser bekannt unter dem Handelsnamen Contergan, ist weit bekannt (wurde 2007 auch verfilmt). Als 1957 das Medikament auf den Markt kam, versandte die Herstellerfirma Grünenthal ca. 40 000 Rundschreiben an Ärzte und Apotheker, in denen es als das beste Mittel für Schwangere und stillende Mütter bezeichnet wurde. Als «wirklich neues Produkt» habe man seine Sicherheit durch ausgedehnte Tierversuche besonders gründlich überprüft! So wurde es zum beliebtesten Schlafmittel. In Deutschland schlief jede dritte Frau abends mit Contergan ein. [7] Jahre nach Markteinführung wurden 10 000 an Armen und Beinen verstümmelte Kinder von Müttern geboren, die während der Schwangerschaft Contergan eingenommen hatten. [8] Wie konnte es dazu kommen? Der Mensch reagiert auf Contergan sechzigmal empfindlicher als die Maus, hundertmal als die Ratte, zweihundertmal als der Hund und siebenhundertmal empfindlicher als der Hamster. [9]

Das neue Schmerzmittel Vioxx (Rofecoxib) der Firma Merck hatte ursprünglich anhand von Tierversuchen den Eindruck erweckt, es sei besser verträglich, da es im Gegensatz zu den bisherigen NSAR-Schmerzmitteln weniger Entzündungen und Geschwüre im Magen-Darm-Trakt und weniger Blutungen verursacht hatte. Im Jahr 2004 musste es, in einem der grössten Arzneimittelskandale, vom Markt genommen werden, nachdem weltweit etwa 320 000 Patienten einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten und etwa 140 000 Patienten sogar starben. [10] Auch für Vioxx wurden zahlreiche Tierversuche vor der Zulassung durchgeführt, die dieses Risiko nicht angezeigt hatten. Hätte man stattdessen kleine Hautbiopsien vom Menschen mit intakten Kapillaren verwendet, hätten diese schon vor der Zulassung die kardiovaskulären Risiken offenbart. [11]

2006 wurde der neue Antikörper TGN1412 der Firma Boehringer Ingelheim für die Behandlung von Multipler Sklerose, Brustkrebs und Rheuma in Grossbritannien an sechs freiwilligen, gesunden Männern in einer Studie getestet. Zuvor hatte man unter anderem Affenversuche mit einer fünfhundertmal höheren Dosis durchgeführt und den Wirkstoff für unbedenklich befunden. Die Reaktion beim Menschen war verheerend. Alle sechs erlitten ein Multiorganversagen, mussten wochenlang auf der Intensivstation behandelt werden, einer davon sogar 14 Wochen, bis er das Spital wieder verlassen konnte. [12] Tests an menschlichen Geweben hätten die katastrophale Wirkung von TGN1412 voraussagen können. [13]

Trotz oder gerade wegen vorgeschriebener Tierversuche im Zulassungsverfahren von neuen Medikamenten sind schwerwiegende Medikamentennebenwirkungen die fünfthäufigste Todesursache in den USA. [14] Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA hat errechnet, dass 92 % aller Wirkstoffe, die in Tierversuchen als wirksam und sicher beurteilt wurden, aufgrund der angeschlossenen Untersuchungen am Menschen wegen schwerwiegender Nebenwirkungen oder fehlendem Nutzen gar nicht erst zugelassen werden. [15,16] Von den verbleibenden 8 % der Wirkstoffe, die für die breite Anwendung am Menschen zugelassen werden, müssen später die Hälfte wieder vom Markt zurückgezogen werden oder deren Fachinformationen um schwere unerwartete Nebenwirkungen erweitert werden. [17] Daraus darf darum geschlussfolgert werden: Tierversuche sind unzuverlässig, täuschen eine falsche Sicherheit vor und sind in Wirklichkeit für den Menschen lebensgefährlich.

Rouiller bekam rund 5 Millionen Schweizer Franken für seine Tierversuche vom Schweizerischen Nationalfonds, dem staatlichen Forschungsförderer.

Wie bekommt man soviel Geld? Ganz einfach: Rouiller hat dafür gesorgt, dass er selbst im Forschungsrat des Schweizerischen Nationalfonds für medizinische Forschung sitzt und darum auch selbst entscheiden kann, welche öffentlichen Gelder ihm zufliessen. So verhindert Rouiller, dass ihm irgendwann der Geldsegen ausgeht und sorgt gleichzeitig dafür, dass viele andere Wissenschaftler, die mit innovativen Forschungsmethoden arbeiten, leer ausgehen. So wird Geld für sinnlose Tierversuche verschwendet anstatt sinnvolle innovative Forschung für Menschen zu fördern. Die Universität Fribourg macht nicht einmal ein Geheimnis daraus, dass in der Folge 72% ihrer Anträge für Forschungsgelder beim Schweizerischen Nationalfonds erfolgreich waren. [18] Eine Erhebung hat ergeben, dass für Tierversuche trotz des offenkundigen Unsinns doppelt so viel Geld wie für Untersuchungen an Menschen ausgegeben wird. [19]

Die Öffentlichkeit ist eine gute Kontrollinstanz - sollte man meinen. In Wirklichkeit haben Tierversuchs-Wissenschaftler jedoch ein geschicktes Netzwerk geschaffen, indem sie die Öffentlichkeit durch Desinformation manipulieren. So wurde eine internationale Stiftung für Forschung bei Querschnittslähmungen geschaffen, deren Vorsitzender einen Professorentitel trägt und der man darum als Laie gewisse Kompetenz zuspricht. Diese Stiftung schreibt wider besseres Wissen unter Ignoranz der oben genannten Fakten «Bevor ein Wirkstoff wie der anti-Nogo-Antikörper beim Menschen angewendet werden darf, muss so verlässlich wie möglich sichergestellt sein, dass keine unvorhergesehenen Nebenwirkungen auftreten. Diese grösstmögliche Sicherheit ist nur mit Tierversuchen zu erreichen.» Weiter heisst es: «Speziesunterschiede sprechen also nicht gegen Tierversuche, denn diese sind oft die einzige Möglichkeit, um die Wirksamkeit einer Therapie nachzuweisen und das Risiko von toxischen Nebenwirkungen best möglichst auszuschliessen.» [20]
Wer sich gerne als erster Mensch für die Erprobung neuer Medikamente nach scheinbarem Erfolg und Harmlosigkeit in Tierversuchen zur Verfügung stellen will, wird sicher bei der Stiftung ein willkommener Gast sein.

Tierversuche werden nur genehmigt, wenn sie von objektiver Seite geprüft werden - sollte man auch meinen
, denn hierfür gibt es die kantonalen Komitees für Tierversuche. Im Falle Prof. Rouillers ist es jedoch so, dass Rouiller selbst in diesem Komitee sitzt und sich seine Versuche daher selbst bewilligen kann. Somit kann er sich seine Versuche selbst bewilligen und dann eben auch noch sich selbst Forschungsgelder vom SNF sprechen. Ist da Unabhängigkeit und Kontrolle wirklich gewährleistet?

Die Schweiz soll führende Forschungsnation werden!
Um dies zu erreichen, muss endlich auf Tierversuche verzichtet werden und innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden massiv mehr gefordert und gefördert werden. Der Pathologe Prof. Pietro Croce, antwortete auf die Frage, ob man auf Tierversuche verzichten kann, ohne den medizinischen Fortschritt aufzuhalten: «Man kann nicht nur auf Tierversuche verzichten, sondern man muss auf Tierversuche verzichten, um den medizinischen Fortschritt nicht aufzuhalten. Die heutige Auflehnung gegen Tierversuche hat keine tierschützerischen Ursachen mehr, wir müssen von einer wissenschaftlichen Auflehnung sprechen.» [21]

Weiterführende Informationen:
Tierversuchen aus wissenschaftlicher Sicht von Oberarzt Dr. med. Walz:
http://www.agstg.ch/downloads/flyer/agstg-prospekt_tierversuche-aus-medizinisch-wissenschaftlicher-sicht_de.pdf

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für eine innovative, zukunftsorientierte Forschung und eine Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten im Vordergrund stehen.

Der von uns kritisierte Forscher, freut sich auf Ihre Post:
Herr Prof. Eric Rouiller
Unit of Physiology - Dept of Medicine
Rue du Musée 5
CH-1700 Fribourg
Tel. (026) 3008609
Fax (026) 3009734
E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!       

Der Präsident des Schweizerischen Nationalfonds, der Rouiller insgesamt rund 5 Millionen Schweizer Franken beschert hat, freut sich auf Ihre Post:
Schweizerischer Nationalfonds
Prof. Dieter Imboden
Wildhainweg 3
Postfach 8232
CH-3001 Bern
Tel. (031) 3082222
Fax (031) 3052974
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Quellenangaben:
1. Freund P, Schmidlin E, Wannier T, Bloch J, Mir A, Schwab ME, Rouiller EM: Anti-Nogo-A antibody treatment promotes recovery of manual dexterity after unilateral cervical lesion in adult primates--re-examination and extension of behavioral data. Eur J Neurosci. 2009 Mar;29(5):983-96.
2. Courtine G, Bunge MB, Fawcett JW, Grossman RG, Kaas JH, Lemon R, Maier I, Martin J, Nudo RJ, Ramon-Cueto A, Rouiller EM, Schnell L, Wannier T, Schwab ME, Edgerton VR: Can experiments in nonhuman primates expedite the translation of treatments for spinal cord injury in humans? Nat Med. 2007 May;13(5):561-6.
3. Boussaoud D, Tanné-Gariépy J, Wannier T, Rouiller EM: Callosal connections of dorsal versus ventral premotor areas in the macaque monkey: a multiple retrograde tracing study. BMC Neurosci. 2005 Nov 25;6:67.
4. Cappe C, Morel A, Barone P, Rouiller EM: The thalamocortical projection systems in primate: an anatomical support for multisensory and sensorimotor interplay. Cereb Cortex. 2009 Sep;19(9):2025-37. Epub 2009 Jan 15.
5.Gauduin MC, Parren PW, Weir R, Barbas CF, Burton DR, Koup RA. Passive immunization with a human monoclonal antibody protects hu-PBL-SCID mice against challenge by primary isolates of HIV-1. Nat Med 1997;3(12):1389-1393.
6. Diseases NI. Clinical Trials of HIV Vaccines: National Institutes of Health. U.S. Department of Health and Human Services, 2007.
7. Die Nachtseite des Wirtschaftswunders. Zum Einschlafen nahm 1961 jeder dritte Deutsche Contergan: Eine Bilanz nach 40 Jahren. Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)
8. Thomann, Klaus-Dieter: DIE CONTERGAN-KATASTROPHE. Die trügerische Sicherheit der «harten» Daten. Deutsches Ärzteblatt, 2007, 104(41), S.2778-2782
9. Stillperiode, Beratungsstelle fürMedikamentenanwendunginSchwangerschaftund: Speziesunterschiede der Teratogenität von Thalidomid. Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Jena, 2006
10. Topol, E. J.: Failing the public health--rofecoxib, Merck, and the FDA. N Engl J Med, 2004, 351(17), S.1707-1709
11. biopta: Human Pharmacological Services. In Vitro Pharmacology Screening in Human Tissue. 2008
12. Suntharalingam, G.; Perry, M. R.; Ward, S.; Brett, S. J.; Castello-Cortes, A.; Brunner, M. D. und Panoskaltsis, N.: Cytokine storm in a phase 1 trial of the anti-CD28 monoclonal antibody TGN1412. N Engl J Med, 2006, 355(10), S.1018-1028
13. Drugs tests on trial. Nature, 2006, 440(7087), S.970
14. Lazarou, J.; Pomeranz, B. H. und Corey, P. N.: Incidence of adverse drug reactions in hospitalized patients: a meta-analysis of prospective studies. JAMA, 1998, 279(15), S.1200-1205
15. Innovation Stagnation. Challenge and Opportunity on the Critical Path to New Medical Products. U.S. Department of Health and Human Services. Food and Drug Administration (FDA), 2004, S.8
16. Crawford, Lester M: Speech before PhRMA Annual Meeting. FDA (U.S. Food and Drug Administration), 2004
17. FDA Drug Review: Postapproval Risks 1975-1985. U.S. General Accounting Office, Washington D.C.
18. Hohe Erfolgsquote bei SNF-Forschungsgesuchen. Universite de Fribourg. 25.10.2007. http://www.unifr.ch/scm/fr/publications/UR/08/UR2_07_08.pdf
19. U.S. Congress, Office of Technology Assessment: Alternatives to animal use in research, testing and education. U.S. Government Printing Office, Washington, DC, 1986, S.250-251
20. Wozu Tierversuche? Internationale Stiftung für Forschung in Paraplegie. Zuletzt aktualisiert 20.09.2007. http://www.ifp-zh.ch/index.php?id=328
21. (Hg.), Vereinigung Ärzte gegenTierversuchee.V.: Gesundheit & Fortschritt in der Medizin - ohne Tierversuche. , S.14

 

MM der AG STG: Sieg im Kampf gegen Affenversuche! - Zeit für Paradigmenwechsel bei der Bewilligung von Tierversuchen
Medienmitteilung der AG STG - Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner - www.agstg.ch

Zeit für Paradigmenwechsel bei der Bewilligung von Tierversuchen

Bonaduz,  14. Oktober 2009

Das Bundesgericht hat das Urteil des Zürcher Verwaltungsgerichts bestätigt und kommt ebenfalls zum Schluss, dass die Affenversuche an der Uni sowie der ETH Zürich zu Recht gestoppt wurden. Die Beschwerden der Hochschulen wurden somit letztinstanzlich abgewiesen. Das Bundesgericht folgt mit dieser Entscheidung konsequenterweise einem wissenschaftlichen und ethischen Weg, der sich in immer mehr Ländern schon länger abzeichnet – Tierversuche an Affen sollen ohne zu erwartenden Nutzen nicht mehr durchgeführt werden dürfen. Nun ist es an der Zeit, dass auch andere Tierversuche endlich kritisch überprüft werden.

Im aktuellen Fall ging es um Affenversuche für die Entwicklung leistungsfähigerer Computer sowie um Versuche, die möglicherweise irgendwann einmal Erkenntnisse liefern würden, die vielleicht zur Verbesserung von Therapien nach Schlaganfällen führen könnten. Den Beweis jedoch, dass mit diesen Versuchen irgendwann ein konkreter medizinisch-wissenschaftlicher Nutzen ersichtlich sein könnte, wurde von den betroffenen Forschern niemals geliefert.
Die beanstandeten Affenversuche gerieten jedoch nicht nur infolge medizinisch-wissenschaftlicher Argumente in die Kritik, sondern wurden auch wegen ethischer Bedenken kritisiert. Neben der physischen Gewalt wurde insbesondere auch die Methode des Wasserentzugs (die Affen erhalten jeweils erst etwas zu trinken, wenn sie genau das machen, was die Forscher von ihnen verlangen) verurteilt.

Die ausführliche Begründung des Bundesgerichts steht zwar noch aus, aber es ist zu erwarten, dass das Bundesgericht der Begründung des vorinstanzlichen Zürcher Verwaltungsgerichts folgen wird. Dieses lehnte damals die Beschwerde der Hochschulen unter anderem aus folgenden Gründen ab:
  • Die Tierversuchsexperimentatoren hatten für die Zürcher Affenversuche von Anfang an kein konkretes Ziel formuliert. Es wurde quasi ins Blaue geforscht, ganz nach dem Motto: Was passiert, wenn ...
  • Auch nach jahrelanger Forschung wäre voraussichtlich nicht ansatzweise ein konkreter, praktischer Nutzen für Menschen erkennbar geworden
  • Die Methode des Wasserentzugs ist äusserst grausam und verletzt die Würde der Tiere

Auch u.v.a. Prof. Rouillers Affenversuche sind fern von jeglichem Nutzen!

Die Bewilligungsgesuche für Tierversuche müssten nach Ansicht der AG STG generell viel kritischer überprüft werden. Dass Tierversuche problemlos bewilligt werden, bei denen nicht einmal ansatzweise ein relevanter Nutzen für Menschen ersichtlich ist, ist für die AG STG ein Skandal. «Immer mehr Tierversuche ohne jeglichen ersichtlichen Nutzen werden bewilligt. Die jährliche Zunahme dieser Versuche ist bei gegen 10%. Diese Tendenz zeichnet sich nun schon seit einigen Jahren ab», so Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG. «Nun nach diesem wichtigen Urteil müssen Tierversuche endlich kritischer überprüft werden, wie z.B. die seit über 10 Jahren andauernden Affenversuche von Prof. Rouiller an der Universität Freiburg, die ebenfalls fern von jeglichem Nutzen sind.»
(Beispiele der Affenexperimente von Prof. Rouiller siehe unter www.agstg.ch die Medienmitteilung der AG STG vom 21.9.2009: Prof. Eric Rouiller – Opfer oder Täter?)

Im Falle Prof. Rouillers kommt sogar noch ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt zum Tragen. Prof. Rouiller ist Mitglied des Tierversuchskomitees des Kantons Freiburg. Somit kann er sich seine Versuche selbst bewilligen. Zusätzlich ist er auch noch Mitglied des Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds für medizinische Forschung, der die Forschungsgelder verteilt. Somit ist er auch daran beteiligt, dass ihm für seine Projekte bereits mehrere Millionen Forschungsgelder zugeteilt wurden. Sind da Unabhängigkeit und Kontrolle wirklich gewährleistet?

Die Schweiz soll führende Forschungsnation werden!

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit Langem eine obligatorische Registrierung und Publikation sowie eine wissenschaftliche Auswertung und Beurteilung aller durchgeführten Tierversuche. Dazu müssen alle Tierversuche in einer zentralen, öffentlichen Datenbank erfasst werden.
Zudem fordert die AG STG die massiv bessere Förderung und Anwendung von geeigneten innovativen, tierversuchsfreien Forschungsmethoden. Nur mit diesen Forschungsmethoden können mehr Sicherheit wie auch bessere Heilungschancen für Patienten erreicht werden. Die AG STG setzt sich für echten medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritt ein und ist deshalb für die Abschaffung aller Tierversuche. Ebenfalls sieht die AG STG dadurch eine grosse Chance für die Schweiz, auch in Zukunft zu den innovativen und führenden Forschungsstandorten der Welt zu zählen.

Die AG STG bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Unterstützern der Kampagne «Affenversuche abschaffen!» sowie bei allen Organisationen und Personen, die sich aktiv für die Versuchsaffen einsetzen.

Wissenschaftliche Abhandlung «Tierversuche aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht»:
http://www.agstg.ch/downloads/flyer/agstg-prospekt_tierversuche-aus-medizinisch-wissenschaftlicher-sicht_de.pdf

Weitere Informationen über die AG STG sowie über Tierversuche:
http://www.agstg.ch

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für eine innovative, zukunftsorientierte Forschung und eine Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten im Vordergrund stehen.

Quellenangaben: Offener Brief an Herrn Vasella, CEO und Verwaltungsratspräsident von Novartis

1. Innovation Stagnation. Challenge and Opportunity on the Critical Path to New Medical Products. U.S. Department of Health and Human Services. Food and Drug Administration (FDA), 2004, S.8

2. Gauduin MC, Parren PW, Weir R, Barbas CF, Burton DR, Koup RA. Passive immunization with a human monoclonal antibody protects hu-PBL-SCID mice against challenge by primary isolates of HIV-1. Nat Med 1997;3(12):1389-1393.

3. Diseases NI. Clinical Trials of HIV Vaccines: National Institutes of Health. U.S. Department of Health and Human Services, 2007.

4. Mitsuya H, Weinhold KJ, Furman PA, et al. 3'-Azido-3'-deoxythymidine (BW A509U): an antiviral agent that inhibits the infectivity and cytopathic effect of human T-lymphotropic virus type III/lymphadenopathy-associated virus in vitro. Proc Natl Acad Sci U S A 1985;82(20):7096-7100.

5. Soudeyns H, Yao XI, Gao Q, et al. Anti-human immunodeficiency virus type 1 activity and in vitro toxicity of 2'-deoxy-3'-thiacytidine (BCH-189), a novel heterocyclic nucleoside analog. Antimicrob Agents Chemother 1991;35(7):1386-1390.

6. Roberts NA, Martin JA, Kinchington D, et al. Rational design of peptide-based HIV proteinase inhibitors. Science 1990;248(4953):358-361.

7. Hartung T. Toxicology for the twenty-first century. Nature. 2009 Jul 9;460(7252):208-12.